STATEMENT:

Die Arbeit an einem Bild beginnt immer in der absoluten Gewissheit, den Ausgang nicht zu kennen.

Zu Beginn jeder Session ist das Format, das Material, die Farbe und eine tiefe Lust, alles, was ich vorliegen habe.

Ich erlaube mir, beim Start einer „Malzeit“, mich einem Gefühl hinzugeben, einem Flow, einem Spaß am Farbenauftragen, einem Dasein im Hier und Jetzt.

Ich erlaube mir, Geschaffenes zu übermalen, zu zerstören, in einem Rhythmus beim Arbeiten meiner inneren Stimmung zu folgen.

Betrachte ich meine Bilder, erkenne ich die Brüche, die Unebenheiten und das Voranschreiten des Prozesses. Meine Möglichkeiten, Inneres zu gestalteten Flächen werden zu lassen, finden im konzentrierten Arbeiten ihre Umsetzung. Mit jedem neuen Herantreten an das Werk schaffe ich ein intuitives Ein- und Ausatmen meines Ichs.

Schwierig ist es, den Moment zu erkennen, wann das Bild fertig ist.

Aber der Moment kommt!

Malzeit

Die Steinfelder Künstlerin Carla Bünger-Drückler stellt den Sommer über ihre leuchtenden Farbkompositionen in der KVN Bezirksstelle Oldenburg aus

Die Tradition der KVN Bezirksstelle Oldenburg, in ihren Räumen Wechselausstellungen zeitgenössischer regionaler Künstler zu präsentieren, setzt sich auch im Sommer 2023 fort. Seit Kurzem sind in den lichtdurchfluteten Räumen der Bezirksstelle Werke von Carla Bünger-Drückler aus Steinfeld zu betrachten (und bei Gefallen auch gerne zu erwerben).

Carla Bünger-Drückler stammt aus Steinfeld, studierte in den 1980er Jahren Kunst an der Universität in Bielefeld. Seit 1990 arbeitet sie als Lehrerin an verschiedenen Schulen und unterrichtet u. a. das Fach Kunst. Jetzt lebt und arbeitet sie wieder an ihrem Geburtsort Steinfeld. Selbst künstlerisch tätig ist sie seit etwa zehn Jahren, seit 2019 im eigenen Atelier.

Malen erfährt die Künstlerin als Prozess, der auch von Brüchen und Unebenheiten durchzogen ist: „Ich erlaube mir, Geschaffenes zu übermalen, zu zerstören, in einem Rhythmus beim Arbeiten meiner inneren Stimmung zu folgen.” Entsprechend folgt das Entstehen eines neuen Werkes keinem Konzept, keinem Entwurf. Am Beginn steht die „absolute Gewissheit, den Ausgang nicht zu kennen.”

Den Schaffensprozess erlebt die Künstlerin als „Flow”, als konzentriertes, hingebungsvolles Arbeiten mit Spaß am Farbenauftragen und einem „intuitiven Ein- und Ausatmen meines Ichs”. So entstehen flächige, abstrakte Kompositionen, die sich oft aus geometrischen Mustern aufbauen und von Figurenumrissen durchzogen sind. Verläufe wechseln mit klarer Konturierung, Linien deuten Beweglichkeit an. Mit ihrem leuchtenden, kontrastreichen Kolorit zeugen die Bilder schon von Weitem von der Lust am Umgang mit dem Farbmaterial. Den Sommer über haben Besucherinnen und Besucher der Bezirksstelle Gelegenheit, diese Eindrücke auf sich wirken zu lassen.

Quelle: Niedersächsisches Ärzteblatt, Juni 2023

Zwischen Flow und Formalität: Carla Bünger-Drückler zeigt ihre Bilder im Kunstraum Steinfeld

Die Werke der Steinfelderin sind vom 18. bis 26. November in der Kulturstätte am Marktplatz zu sehen. Ihre Arbeiten beeindrucken durch eine große Farbpalette.

Nach Ausstellungen in Oldenburg und Berlin zeigt die Steinfelder Künstlerin Carla Bünger-Drückler ihre Bilder erstmals in ihrem Wohn- und Lebensumfeld. "Ohne Titel" hat sie die Ausstellung genannt, die in der Woche vom 18. November (Samstag) bis zum 26. November (Sonntag) in der Galerie Kunstraum Steinfeld (Nieberdingstraße 17) zu sehen ist. Geöffnet ist sie in diesem Zeitraum samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr und mittwochs bis freitags von 17 bis 19 Uhr.

Carla Bünger-Drücklers Bilder beeindrucken durch ihre große Farbpalette. Klares Blau, lebhaftes Grün und kräftiges Rosa sind häufig dominierend. Nach Gegenständlichem suchen Betrachtende in ihren Werken oft vergeblich. Die Pinselstriche wirken hingeworfen, spontan und ohne Ziel. Doch ist diese Wirkung das Ergebnis eines bewussten Schaffensprozesses zwischen Flow und Formalität, zwischen Brüchen und Beweglichkeit.

Die Bilder zeugen von der Lust am Umgang mit Farbe

"Die Arbeit an einem Bild beginnt für mich immer in der absoluten Gewissheit, den Ausgang nicht zu kennen. Ich erlaube mir Geschaffenes zu übermalen, zu zerstören und meiner inneren Stimmung in einem eigenen Rhythmus zu folgen. Doch am Ende dieses Prozesses steht der schwierige Moment, in dem ich diesen Rhythmus verlasse und formale Stimmigkeit und Ausgewogenheit anstrebe, um die Arbeit zu beenden", beschreibt Bünger-Drückler selbst ihre Arbeitsweise.

So entstehen flächige, abstrakte Kompositionen, die sich oft aus geometrischen Mustern aufbauen und von figurativen Umrissen durchzogen sind. Mit ihrem leuchtenden, kontrastreichen Kolorit zeugen die Bilder von der Lust am Umgang mit dem Farbmaterial.

Carla Bünger-Drückler stammt aus Steinfeld, studierte in den 1980er Jahren Kunst an der Universität Bielefeld. Seit 1990 unterrichtet sie als Lehrerin an verschiedenen Schulen das Fach Kunst. Seit etwa 10 Jahren ist sie künstlerisch tätig, seit 2019 im eigenen Atelier.

Quelle: OM-Medien, November 2023